Die Tür zum Garten Eden steht offen

Wenn man den Barranco zum Stausee von Ayagaures hinauffährt, findet man auf halbem Weg rechterhand ein Kunst-und Naturkleinod, das einen Stopp sehr lohnend macht. Die „Finca Montecristo“ wurde von Guy Martin, einem 67-jährigem Künstler gegründet. Der Mann mit deutsch-französischen Wurzeln hatte schon als Kind eine große Liebe zur Natur und wurde als Meisterflorist weltbekannt. Er leitete eine Schule für Blumensteckkunst und füllte bei weltweiten Tourneen als Künstler für Live Arte Floral Demonstation die Hallen. In Paris galt er als “ Who is Who“ der Szene und gestaltete für die Noblen der Gesellschaft die floralen Arrangements bei wichtigen Anlässen. So z.B. für Maria Callas oder auch Gracia Patricia von Monaco.

Hier auf Gran Canaria hat er einen Garten mit 40.000 qm gestaltet, in dem nicht jur über 1500 verschiedene Pflanzen wachsen, sondern hier kann man auch in individuell gestalteten Appartments wohnen, von Zeit zu Zeit Konzerten lauschen, oder man setzt sich an einen der Tische, im einzigartig gehaltenen Restaurant, lauscht den Vögeln, liest ein gutes Buch oder sucht sich etwas von der kleinen, aber feinen Speisekarte aus. Überall laden lauschige Nischen, Pavillons, versteckte Ecken und eine sonnige Terrasse zum verweilen ein. Nicht nur der Garten ist ganz natürlich gehalten, auch alle Kunstwerke sind aus natürlichen Materialien gestaltet. Im Garten werden keinerlei Chemikalien verwendet, alles ist urtümlich und ein bischen wild. Ein Ort der Ruhe und Erholung, hier kann der Geist auf Wanderschaft gehen. Das ganze Gelände liegt am Berg, über dutzende Treppen geht es hinauf und hinab, deshalb ist es auch nicht geeignet für gehbehinderte Personen. Der Eintritt beträgt 8,-€ pro Person und leider ist der Garten samt Restaurant nur an drei Tagen in der Woche geöffnet: Samstag, Sonntag und Montag von 10.00 bis 18.00 kann man hier relaxen. Nur eine Sache fand ich sehr bedauerlich: überall auf dem Gelände stehen Käfige mit Vögeln. Wellensittiche, Kakadus, Exoten wie Aras und selbst Dutzende Meerschweinchen leben eingesperrt in dieser Idylle. Natürlich ist dadurch die Luft erfüllt vom Zwitschern, Pfeifen und Tschilpen, doch darauf hätte ich für die Freiheit der Tiere gerne verzichtet, denn es gibt auch jede Menge Vögel, die frei herumfliegen und mir taten die Kreaturen leid. Doch das Gelände selbst, die Natur und die Kunst rechtfertigen jeden Stopp und laden zum Genießen ein.

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