Fische, die den Himmel küssen

Also, zäumen wir das Pferd von hinten auf… Eigentlich wollte ich chronologisch von unseren Reisen berichten. Doch das klappt nicht, denn wir sind gerade mal wieder unterwegs und so fange ich eben damit an. Diesmal hat es und auf die Kanaren verschlagen, genauer gesagt nach Gran Canaria. Ein wunderbar geeigneter Ort, um den deutschen Winter zu verkürzen. Wir wohnen im Süden, in San Agustin und haben ein wirklich schönes, etwa 50 qm großes Appartment bezogen, mit Blick rüber auf die Dünenlandschaft von Maspalomas.

Die Insel bietet Sandstrände, aber auch beachtliche Berge und tiefe Canyons, quirliges Partyleben und wirkliche Einsamkeit, Badetage am Strand oder Wanderungen im Wald, es ist für jeden etwas dabei, Langeweile kommt da nicht auf.

Zumal gerade die Karnevalsaison begonnen hat. In vielen Orten gibt es Straßenumzüge.

Heute war ein riesiger Karnevalsumzug in Las Palmas. Die spanischen Machos gehen alle als Frauen verkleidet, es gibt Superhelden, Schlümpfe, Faune und Feen, agyptische Gottheiten und jede Menge Fantasiewesen in Gold und Glitzer zu bestaunen. Je bunter und abgefahrener, desto besser. Die Musik ist ohrenbetäubend, natürlich Salsa und jeder, wirklich jeder tanzt dazu. Es ist laut, lustig und fröhlich.

Nachdem wir uns dieses Spektakel in Agüimes angeschaut haben, fahren wir durch den netten Ort Arinaga, in dem dutzende, kleine Bronzefiguren von spielenden Kindern die Straße säumen nach Playa de Arinaga. Dort, an der Mole, stärken wir uns im “ Miramar“ mit Blick auf das glitzernde Meer und beobachten die vorbei flanierenden Menschen. Der Service des Lokals ist super, die Angestellten freundlich und flink, das Essen sehr lecker und auch noch recht günstig. Ein Cortado leche y leche rundet unser köstliches Mittagessen ab. Gut gerüstet setzen wir unseren Spaziergang entlang der Promenade, die komplett am Ort entlang führt, fort. Der Weg endet im Norden bei zwei ehemaligen Kalköfen, wo früher der Kalk zur Herstellung von Fassadenfarbe gebrannt wurde. Heute befindet sich dort ein Museum und das Restaurant “ Hornos del Cal“ . Dieser nördliche Teil der Promenade wird von gigantischen, bunten Fischskulpturen gesäumt, die äußerst pitotesk sind und je nach Betrachtungswinkel aussehen, als würden sie den Himmel küssen. Ein schöner, ruhiger Ort zum verweilen und den Tag genießen, allerdings sind die Strände nicht gut zum schwimmen geeignet, denn sie sind kiesig und es gibt hohe Wellen. Schon mehrmals wurde bei heftigen Stürmen die komplette Promenade überflutet und das Meer ließ große Steine zurück, die auch beträchtlichen Schaden anrichteten. Doch bei schönem Wetter ist es ein ruhiger, netter Ort, abseits der üblichen Touristenpfade.

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